Carmenthin bei Verdauungsstörungen msr. Weichkapseln
Carmenthin bei Verdauungsstörungen msr. Weichkapseln ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung funktioneller Magen-Darm-Beschwerden. Die magensaftresistenten Weichkapseln vereinen die bewährte Kombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl in einer Galenik, die den Wirkstoff erst gezielt im Darm freisetzt. Damit entfaltet das Präparat seine Wirkung genau dort, wo Krämpfe und Blähungen entstehen.
Wirkstoffe und Wirkprinzip
Eine Weichkapsel enthält 90 mg Pfefferminzöl und 50 mg Kümmelöl. Pfefferminzöl wirkt krampflösend (spasmolytisch) auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts und reduziert dadurch schmerzhafte Verkrampfungen. Kümmelöl unterstützt diese Wirkung durch seine karminative (blähungstreibende) Eigenschaft, die das Entweichen angesammelter Gase erleichtert. Die magensaftresistente Hülle stellt sicher, dass die ätherischen Öle nicht im Magen freigesetzt werden, sondern erst dort wirken, wo sie gebraucht werden.
Anwendungsgebiete
Carmenthin wird angewendet zur Besserung der Beschwerden bei funktionellen Verdauungsstörungen wie leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Blähungen, Völlegefühl und Reizdarmsyndrom. Auch bei nervösem Magen, häufigem Aufstoßen und einem allgemeinen Druckgefühl im Oberbauch kann das Präparat hilfreich sein.
Anwendung und Dosierung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen zweimal täglich eine Weichkapsel etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet, geteilt oder zerkaut werden, da sonst die magensaftresistente Hülle zerstört wird. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel mindestens vier Wochen, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
Hinweise
Nicht einnehmen bei Verschluss der Gallenwege, akuter Gallenblasenentzündung, schweren Lebererkrankungen und bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Pfefferminz- oder Kümmelöl. Während der Anwendung können Sodbrennen, Aufstoßen mit Pfefferminzgeschmack oder Hautreizungen im Analbereich auftreten. Die gleichzeitige Einnahme von säurebindenden Mitteln (Antazida) und H2-Antagonisten kann die magensaftresistente Hülle schädigen und sollte zeitlich versetzt erfolgen. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung nur nach Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.
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