Movicol aromafrei Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
Movicol aromafrei Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen ist ein bewährtes osmotisch wirkendes Abführmittel von Norgine. Die geschmacksneutrale Variante ist besonders für Patienten geeignet, die auf zugesetzte Aromen empfindlich reagieren oder die das Pulver in andere Getränke oder Speisen einrühren möchten. Movicol enthält Macrogol 3350 mit ausgleichenden Elektrolyten und gilt seit Jahren als bewährter Standard in der Therapie der chronischen Verstopfung.
Wirkstoffe und Wirkprinzip
Ein Beutel à 13,8 g enthält 13,125 g Macrogol 3350, 350,7 mg Natriumchlorid, 178,5 mg Natriumhydrogencarbonat und 46,6 mg Kaliumchlorid. Macrogol 3350 ist ein langkettiges Polyethylenglykol, das aufgrund seiner Molekülgröße im Darm verbleibt und dort durch osmotische Bindung von Wasser den Stuhl aufweicht und sein Volumen erhöht. Der weichere, voluminösere Stuhl regt den natürlichen Entleerungsreflex sanft an, ohne den Darm zu reizen. Die enthaltenen Elektrolyte gleichen einen möglichen Mineralverlust durch häufigen Stuhlgang aus.
Anwendungsgebiete
Movicol aromafrei wird angewendet zur Behandlung der chronischen Verstopfung sowie zur Auflösung einer Stuhlimpaktion (Koprostase) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Auch bei Verstopfung in Verbindung mit eingeschränkter Mobilität, in der Schwangerschaft (nach ärztlicher Rücksprache) oder bei Patienten unter Opioidtherapie kann das Präparat hilfreich sein.
Anwendung und Dosierung
Den Inhalt eines Beutels in 125 ml Wasser auflösen. Die übliche Dosierung bei chronischer Verstopfung beträgt 1 bis 3 Beutel täglich, je nach individuellem Bedarf. Zur Auflösung einer Stuhlimpaktion können bis zu 8 Beutel täglich, gelöst in einem Liter Wasser, über mehrere Stunden eingenommen werden – diese Dosierung sollte ärztlich begleitet werden. Die Wirkung tritt in der Regel nach 24 bis 48 Stunden ein. Nach dem Auflösen sollte die Lösung innerhalb von 6 Stunden verbraucht werden.
Hinweise und Gegenanzeigen
Nicht einnehmen bei Darmperforation oder -obstruktion durch funktionelle oder strukturelle Störungen, schweren entzündlichen Darmerkrankungen wie toxischem Megakolon, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa im akuten Schub sowie bei Überempfindlichkeit gegen die Bestandteile. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr zu achten. Mögliche Nebenwirkungen sind Bauchschmerzen, Blähungen oder Übelkeit. Die gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente kann beeinträchtigt sein – einen Einnahmeabstand einhalten oder die Behandlung mit dem Arzt abstimmen.
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