Nasengel AL
Nasengel AL ist ein bewährtes abschwellendes Nasengel von Aliud Pharma zur Befreiung der Nase bei Erkältungen und allergischem Schnupfen. Die Gelformulierung haftet besser auf der Nasenschleimhaut als reine Sprühlösungen, wodurch der Wirkstoff länger an seinem Wirkort verbleibt und die Schleimhaut zusätzlich befeuchtet wird – ein Vorteil bei trockener Heizungsluft oder häufiger Anwendung.
Wirkstoff und Wirkprinzip
1 g Nasengel enthält 1 mg Xylometazolinhydrochlorid. Xylometazolin gehört zur Gruppe der α-Sympathomimetika und wirkt durch Verengung der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Dadurch geht die entzündliche Schwellung zurück, die Belüftung der Nasennebenhöhlen und der Tuba auditiva wird verbessert, und die Atmung durch die Nase wird erleichtert. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten ein und hält bis zu 10 Stunden an.
Anwendungsgebiete
Nasengel AL wird angewendet zur Abschwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen, akuter Rhinitis, allergischem Schnupfen, zur Förderung des Sekretabflusses bei Nasennebenhöhlenentzündungen sowie zur Beseitigung der Schwellung bei Mittelohrentzündungen mit Tubenkatarrh. Auch vor diagnostischen Eingriffen im Nasen-Rachen-Raum kann das Gel eingesetzt werden.
Anwendung und Dosierung
Erwachsene und Schulkinder ab 6 Jahren bringen je nach Bedarf bis zu dreimal täglich eine kleine Menge des Gels in jedes Nasenloch ein. Die Anwendung sollte ohne ärztliche Empfehlung 7 Tage nicht überschreiten, da bei längerem Gebrauch die Gefahr einer reaktiven Nasenschleimhautschwellung (Privinismus) und einer chronischen Schädigung der Schleimhaut besteht. Nach dem Auftragen die Nase sanft anfangen zu massieren, damit sich das Gel gut verteilen kann.
Hinweise und Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei trockener Nasenschleimhautentzündung mit Borkenbildung (Rhinitis sicca), nach transsphenoidaler Hypophysenoperation oder anderen Operationen, bei denen die Dura mater freigelegt wurde, sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Xylometazolin. Vorsicht bei erhöhtem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom), schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Hyperthyreose, Phäochromozytom oder Prostatahyperplasie. Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern und trizyklischen Antidepressiva sind möglich. Bei Kindern unter 6 Jahren stehen niedriger dosierte Präparate zur Verfügung. Während Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
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