Perenterol forte 250 mg Kapseln

Perenterol forte 250 mg Kapseln ist ein bewährtes Arzneimittel mit dem Hefepilz Saccharomyces boulardii zur Behandlung von Durchfallerkrankungen. Die hoch dosierte forte-Variante reicht in der Regel mit nur einer Kapsel zweimal täglich aus und ist besonders wirksam bei akuten unspezifischen Durchfällen sowie zur Vorbeugung und Behandlung von antibiotikabedingten Durchfällen.

Wirkstoff und Wirkprinzip

Eine Kapsel enthält 250 mg Saccharomyces boulardii (gefriergetrocknet). Saccharomyces boulardii ist ein nicht-pathogener Hefepilz, der sich im Darm nicht ansiedelt, aber dennoch positive Effekte auf die Darmflora ausübt: Er bindet pathogene Bakterien und Toxine, hemmt deren Wachstum, stabilisiert die Schutzbarriere der Darmschleimhaut und unterstützt die körpereigene Immunabwehr im Darm. Da der Hefepilz unempfindlich gegen Antibiotika ist, kann er parallel zu antibiotischen Therapien eingenommen werden.

Anwendungsgebiete

Perenterol forte wird angewendet zur symptomatischen Behandlung akuter Durchfallerkrankungen, zur Vorbeugung und Behandlung von Reisedurchfall, zur Vorbeugung und Behandlung antibiotikabedingter Durchfälle (insbesondere bei Clostridium-difficile-assoziierten Symptomen) sowie als unterstützende Therapie bei chronisch-rezidivierender Akne und bei chronischen Durchfallerkrankungen mit gestörter Darmflora.

Anwendung und Dosierung

Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren nehmen ein- bis zweimal täglich eine Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit ein. Bei akutem Durchfall beträgt die übliche Dauer der Anwendung mehrere Tage bis zur Besserung der Symptome. Bei Reisen empfiehlt sich die Einnahme bereits 5 Tage vor Reiseantritt und während des gesamten Aufenthalts. Bei der Begleitung einer Antibiotikatherapie sollte die Einnahme über die Dauer der Antibiose und einige Tage darüber hinaus fortgesetzt werden. Die Kapseln können geöffnet und der Inhalt mit etwas kühler Flüssigkeit (nicht über 50 °C) gemischt werden.

Hinweise und Gegenanzeigen

Nicht einnehmen bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Hefe oder einen der weiteren Bestandteile, bei zentralvenösen Kathetern, schweren Immunschwächen, schwer kranken oder in der Intensivmedizin betreuten Patienten – in diesen Fällen wurde in seltenen Fällen über systemische Hefe-Infektionen (Fungämie) berichtet. Die Kapseln sollten nicht mit sehr heißen Speisen oder Getränken (über 50 °C) eingenommen werden, da Hitze den Hefepilz inaktiviert. Bei anhaltenden Beschwerden, hohem Fieber, blutigem Stuhl oder Anzeichen einer Dehydratation ist ärztlicher Rat einzuholen. Während Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

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Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Tierärztin, Ihren Tierarzt oder in Ihrer Apotheke.

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